Samstag, 7. Januar 2012

Kalter Krieg - Dekonstruktion einer Karikatur

Analyse der Karikatur: ...

Kommentare:

  1. Dies, ist eine Karikatur zum Thema des Kalten Krieges. Es signalisiert die Situation der Kuba Kriese.
    Man sieht die beiden Supermächte, die USA und die UDSSR beim Arm drücken. Links zu sehen ist der damalige US-Amerikanische Präsident Roosevelt und rechts der Präsident Stalin von Russland, der UDSSR. Sie haben beide den Finger direkt vor dem Knopf, der die Atombombe zünden könnte,auf der ihr Gegner sitzt. Nur Drückt keiner ab. Beide geraten schon ins Schwitzen.

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  2. Eigentlich ist die Person auf der linken Seite Parteichef der UdSSR Nikita Chruschtschow, auf der rechten Seite der amerikanische Präsident John F. Kennedy!

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  3. Man muss noch die (hier nicht zu sehende) Bildunterschrift einbeziehen: "Einverstanden, Herr Präsident, lassen Sie uns verhandeln!"

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  4. Es wäre überaus wissenswert, wann und wo diese Karikatur veröffentlicht wurde.

    Ich gehe von einer westlichen Zeitung aus, denn Kennedy ist deutlich positiver dargestellt, als Chruschtschow. Letzterer sitzt vom Betrachter abgewandt und verliert weitaus mehr Schweißtropfen, als der US-Präsident. Kennedy scheint also beim Kräftemessen die Oberhand zu haben.

    Dies ist eine Anspielung darauf, wie die militärische Situation zur Zeit der Kubakrise in der westlichen Öffentlichkeit wahrgenommen wurde. Als sich im Oktober 1962 die Sowjet- und die US-Streitkräfte gegenüberstanden und eine Eskalation des kalten Krieges wahrscheinlicher schien als je zuvor, verfügten die USA und ihre NATO-Verbündeten über ein weitaus größeres Atomwaffenarsenal, als die Staaten des Warschauer Paktes.

    Allerdings spielte die Menge der einsatzfähigen Atomsprengköpfe kaum eine Rolle, angesichts der Zerstörungskraft. Zudem existierten 1962 bereits auf beiden Seiten des eisernen Vorhangs Interkontinentalraketen. Die auf Kuba stationierten sowjetischen Mittelstreckenraketen bewirkten also keine Verschiebung des militärischen Gleichgewichts. Sie spielten vielmehr eine politische Rolle, da die Sowjetunion mit der Raketenstationierung so dicht vor der amerikanischen Küste, auf die Stationierung vergleichbarer Raketen in europäischen NATO-Mitgliedstaaten (Türkei, England) durch die USA reagierte. Chruschtschow gelang es auf diese Weise, die Kennedyregierung herauszufordern und ihre Autorität infrage zu stellen. Die Krise endete mit einem inoffiziellen "Raketenhandel", welcher darin bestand, dass sowohl die sowjetischen Raketen in Kuba, als auch die US-Amerikanischen Raketen in der Türkei abgezogen wurden. Zudem rang Chruschtschow Kennedy das öffentliche Versprechen ab, weitere Invasionspläne gegen Kuba und das Castro-Regime (Operation "Mongoose") aufzugeben. Auf diese Weise gelang es Kennedy und Chruschtschow, die Krise zu deeskalieren und gleichzeitig einen Gesichtsverlust zu vermeiden. Ich interpretiere das Ende der Kubakrise als Sieg der Vernunft.

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